Das Programm für Kulturveranstaltungen im Wald 2025 ist ja bereits mit dem Rundbrief vom 5. Januar verschickt worden. Jetzt ist eine bebilderte Fassung mit ein paar Aktualisierungen online. Allerdings wird unsere Kulturarbeit ab diesem Jahr deutlich erschwert:
Eine Zuwegung zum privaten Wald muss zwar immer garantiert werden. Doch mit der Entwidmung der Kreisstraße von Schleife nach Mühlrose hat uns die LEAG nun eine Anreise über Mulkwitz zugewiesen. Für am Bahnhof Schleife ankommende Menschen verlängert sich der Weg so von etwa 1,5 auf 9,5 Kilometer! Dabei führt dieser Umweg letztlich über dieselbe Straße im selben geplanten Abbaugebiet – ein Schelm, wer da an gezielte Schikane denkt.
Wer kann, sollte deshalb mit dem Fahrrad anreisen. Haltet Euch in dem Fall an die Route der Zuwegung und gebt Euch bei eventuellen Kontrollen durch den LEAG-Wachschutz als Veranstaltungsgäste der Umweltgruppe Cottbus zu erkennen. Wir werden außerdem ein Shuttle zur Verfügung stellen. Die Bahn aus Richtung Cottbus oder Görlitz kommt jeweils rund 90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn in Schleife an. Unser Shuttlefahrzeug wird dann am Bahnhof bereitstehen. (Karte: openstreetmap)
Das europaweite Netzwerk Beyond Fossil Fuels veranstaltet am 12. April eine zivilgesellschaftliche EPH-Konferenz, dem Mutterkonzern des ostdeutschen Braunkohleunternehmens LEAG. Die Konferenz wird sich auf das fossile Geschäftsmodell des komplexen Unternehmensnetzwerks rund um das Energieversorgungsunternehmen EPH und die ostdeutsche Braunkohlegesellschaft LEAG konzentrieren. Die Konferenz findet im Menschenrechtszentrum in Cottbus statt. Hier geht es zu Programm und Anmeldung (eventbrite).
Rohne, 05.01.2025. Bei einer Neujahrswanderung zum bedrohten Waldstück am Tagebau Nochten stellt das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA die für das Jahr 2025 geplanten Veranstaltungen vor. Ab April werden im Wald bei Rohne Theater, Liedermacher, Lesungen, Vorträge und Tänze zu Gast sein.
„Wir sind stolz auf die vielen Zusagen von Künstlerinnen und Künstlern, die 2025 im an diesem symbolträchtigen Ort auftreten werden. Den Auftakt macht am 27. April eine Aufführung mit Künstlerinnen und Künstlern des Staatstheaters Cottbus, in der es um Tesla, Wald und Wohlstände gehen wird.“ sagt René Schuster von der Umweltgruppe Cottbus. „Daneben reicht das Programm von Lesungen mit Grit Lemke, Reinhard Stöckel und Udo Tiffert über Lieder mit Hornberger und Christof Kluge, einen Vortrag von FragDenStaat bis hin zu Mitmachtänzen mit serbska reja. Vorerst planen wir von April bis September jeweils eine Kulturveranstaltung pro Monat.“
Wie das Landesamt für Straßenbau mit unseren Einwendungen umgeht und was der „sukzessive Rückbau“ der Mühlroser Straße in der Praxis bedeutet, werden wir am 5. Januar erfahren: An diesem ersten Sonntag des Jahres lädt die Umweltgruppe Cottbus zu einer Neujahrswanderung ein, die natürlich vom Bahnhof Schleife auf der Mühlroser Straße zum gepachteten Wald führt. Treffpunkt ist wieder 13:30 Uhr in Schleife. Ein Programm mit weiteren Kultur- und Bildungsveranstaltungen ist gerade in Arbeit und wird in den nächsten Wochen veröffentlicht.
Wer schon Veranstaltungen in unserem Wald besucht hat, weiß: Der Weg dorthin führt vom Bahnhof Schleife über die Mühlroser Straße (Kreisstraße 8476). Obwohl der Tagebau dort nur hinkommen kann, wenn kein Gericht die Wald-Enteignung stoppt, soll die Straße „ab dem Jahr 2025 sukzessive zurückgebaut“ werden. Beim sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr läuft dazu ein Verfahren, in dem noch bis Weihnachten Einwendungen eingereicht werden können.
Nun ist es amtlich: wir kennen weiterhin keinen Antrag der Kohleindustrie, den das sächsische Oberbergamt je abgelehnt hätte. Am 30. Oktober beschloss es die Enteignung ("Grundabtretung" und "Besitzeinweisung") des von uns gepachteten Waldes zum 1. Januar 2026. Jetzt haben die Eigentümer Michaela und Dietmar* bis Ende November Zeit eine Klage einzureichen. Sie werden dazu nicht nur mit Unterstützung von Fachleuten den Bescheid auswerten, sondern müssen dann auch sicher sein, sich die Klage finanziell leisten zu können. Deshalb ist JETZT der Zeitpunkt, die betterplace-Spendensammlung für die beiden an Freunde und Bekannte weiterzuleiten! Wer auch denkt, dass Enteignungen für Kohle im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren haben, sollte mit einen kleinen Beitrag den Gerichten die Möglichkeit geben, diesem Spuk ein Ende zu bereiten!