Private Kommunikationsagentur an Planverfahren zum Tagebau Welzow beteiligt

GRÜNE LIGA erwartet Aufklärung im morgigen Braunkohlenausschuss

Cottbus, 09.09.2026: Für die Überarbeitung des Braunkohlenplanes Welzow-Süd hat die Planungsbehörde offenbar eine private Kommunikationsagentur beauftragt. In der morgigen Sitzung des Braunkohlenausschusses in Cottbus müssen dazu Fragen der GRÜNEN LIGA beantwortet werden.

„Kommunikationsagenturen werden in der Regel beauftragt, um Akzeptanz für ein bestimmtes Projekt zu schaffen. Mit einem ergebnisoffenen Planverfahren wäre das nicht vereinbar. Offenbar wurden auch Verflechtungen des Auftragnehmers mit Interessen des Kohlekonzerns LEAG nicht sicher ausgeschlossen. Wir erhoffen uns in der morgigen Ausschussitzung Aufklärung über diesen Vorgang.“ sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss.

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Umdenken der LEAG muss beim Tagebau Nochten weitergehen

Cottbus/Welzow, 23.01.2026. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA bezeichnet die vom Kohlekonzern LEAG verkündete Verkleinerung des Tagebaues Welzow-Süd als überfällig und fordert für ein klimagerechtes Auslaufen der Braunkohleabbaus entsprechende Änderungen auch beim Tagebau Nochten in Sachsen.

„Die Unwirtschaftlichkeit des „Restfeldes“ in Welzow war seit Jahren offensichtlich, die LEAG hat hier die betroffenen Anwohner über Jahre hingehalten und die nötige Änderung des Braunkohlenplans bewusst verzögert.“ sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg.

Schuster weiter: „Bei den Abbaugrenzen der Tagebaue Welzow-Süd und Reichwalde hat sich die LEAG nun offensichtlich von ihrem sogenannten Revierkonzept aus dem Jahr 2021 verabschiedet. Absurderweise verkleinert sie damit zuerst genehmigte Tagebaue, während sie im Tagebau Nochten private Waldeigentümer enteignen ließ und mit dem Teilfeld Mühlrose sogar ein zusätzliches Abbaufeld beantragt. Das Umdenken muss beim Tagebau Nochten weitergehen, um Klima- und Tagebaufolgeschäden in Grenzen zu halten.“

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Tagebau Welzow-Süd: Dichtwandbau wegen Havarie für neun Monate unterbrochen

Schon am 18. Januar kam es im Tagebau Welzow-Süd zu einer Havarie der Dichtwandbaustelle. Die Schlitzfräse, die hier eine senkrechte Tonschicht in die Erde einbringt, um den Wasserzustrom aus den südlich angrenzenden Bergbauseen zum Tagebau zu begrenzen, stieß offenbar auf einen eiszeitlichen Steinbrocken im Untergrund. Erst im September soll die die Maschine wieder einsatzbereit sein und die zu zwei Dritteln fertige Wand weiter gebaut werden, informierte das brandenburgische Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Isabell Hiekel (Bündnis90/Die Grünen.) Die auf den ersten Blick unscheinbare Havariemeldung ist nicht ohne Brisanz:

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Welzower Stadtverordnete fordern mehr Abstand des Tagebaues Welzow-Süd I

210413 welzowsued 0355Welzow, 13.04.2021: Heute veröffentlichten drei Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung Welzow ein Diskussionspapier zum bevorstehenden Planverfahren zur Änderung des Braunkohlenplans Tagebau Welzow-Süd. Hannelore Wodtke, Günther Jurischka und Erhard Lehmann fordern darin mehr Abstand des Tagebaues vom Ort Proschim, den Erhalt der Haidemühler Teiche und der kürzesten Wegeverbindung nach Spremberg. Bei der bisherigen Planung reiche die Sicherheitslinie des Tagebaues bis in die Vorgärten der Anwohner.

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Brandenburg bereitet Änderung des Braunkohlenplans Welzow-Süd II vor

Laut einer Mitteilung der bündnisgrünen Landtagsfraktion bereitet das Brandenburger Infrastrukturministerium ein Verfahren zur Änderung des Braunkohleplans Welzow-Süd vor. Mit dem neuen Plan soll das Aus für das Teilfeld II festgeschrieben und damit der Erhalt des Dorfes Proschim und des Flugplatzes Welzow sichergestellt werden. Praktisch wird damit ein Beschluss der rot-roten Koalition aus dem Jahr 2014 zurückgenommen. Seit 2017 hielt sich selbst der Braunkohleförderer LEAG die Entscheidung noch offen und wollte sie im Jahr 2020 treffen. Bisher hat sich die LEAG aber noch nicht geäußert. Bereits im Koalitionsvertrag der aktuellen Kenia-Koalition wurde die Absage für einen neuen Tagebau Welzow Süd II festgehalten.

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Verfahren zur Umplanung des Tagebaues Welzow-Süd jetzt beginnen

Koalitionsvertrag verpflichtet zu „unverzüglichen landesplanerischen Änderungen“

171031 Proschim 9536 ideengruenCottbus, 09.07.2020. Der Umweltverband GRÜNE LIGA fordert die Brandenburgische Landesregierung auf, das Braunkohlenplanverfahren zur Umplanung des Tagebaues Welzow-Süd noch im Sommer zu eröffnen. Im Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, dass dies „unverzüglich“ nach Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes im Bund geschehen soll.

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Die AfD steht mit der Sehnsucht nach dem Tagebau Welzow-Süd II alleine da

Die AfD-Fraktion beantragte im Brandenburger Landtag, die EU-Löschflugzeugstaffel nicht am Flugplatz Welzow, sondern an einem anderen Brandenburger Flugplatz einzurichten, um unter dem Welzower Flugplatz weiter Braunkohle abzubaggern. Politiker aller anderen Parteien distanzierten inzwischen sich von dem Antrag.

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Termine

Lacoma - der Kohle im Weg
12 Oktober 2026
19:00 -
Gemeindehaus "Luthersaal", Markt 11, 03229 Altdöbern
Lacoma - der Kohle im Weg
27 Oktober 2026
19:00 -
Hugo-Haase-Straße 9, 04442 Zwenkau
Braunkohlenausschus des Landes Brandenburg
12 November 2026
09:30 - 14:00
Cottbus, Neues Stadthaus, Erich-Kästner-Platz 1, 03046 Cottbus

Dieser Wald ist der Kohlegrube im Weg

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