Waldspaziergang am Tagebau Nochten am 11. April

200920 waldspaziergang 3156In diesem Winter hat die LEAG weitere Schneisen in die Landschaft geschlagen, um den Tagebau Nochten bis direkt an den Ortsrand der Dörfer Rohne und Mulkwitz zu führen. Doch ein Stück Wald ist weiterhin im Weg: Die Eigentümer haben es bis 2037 an die Umweltgruppe Cottbus verpachtet, die dort schon mit ersten Baumpflanzungen den ökologischen Waldumbau begonnen hat.

Auch in diesem Jahr wollen wir am Sonntag nach Ostern zum Spaziergang gegen den Tagebau einladen. Er führt vom Bahnhof Schleife in den Wald der Umweltgruppe, wo es eine gemeinsame und Corona-konforme Aktion geben wird.

Wir sind dazu in Abstimmung mit den Behörden und optimistisch, dass der Waldspaziergang mit den entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln stattfinden kann. Deshalb merkt Euch den Termin bitte vor:

Sonntag, 11. April 2021
Treffpunkt Bahnhof Schleife 13:30 Uhr
Ende gegen 16 Uhr

Niederlausitzer Weihnachtsgrüße mit dem Chor Łužyca

201220 weihnachtsgruß chor LuzycaWegen der Corona-Pandemie fällt in diesem Jahr natürlich auch der wendische Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember aus. Wir machen aus der Not eine Tugend und wollen, dass ein Weihnachtslied in niedersorbischer Sprache sogar von viel mehr Menschen gehört wird, als normalerweise in die Cottbuser Klosterkirche gekommen wären. Möglich macht das die aktuelle Aufnahme des Chores Łužyca, die es hier auf youtube anzuschauen gibt! Auf diesem Wege wünschen wir allen Rundbrief-Leser*innen ein frohes und gesundes Fest!

UNverkäuflich - Blaubeeren aus dem Widerstandswald

blaubeerlikoerMit unserem gepachteten Wald sind wir dem Tagebau Nochten im Weg und das kostet Mühe und Geld. Schon im ersten Jahr des Pachtvertrages fielen Anwaltskosten an, denn wir mussten uns als Einwender gegen die Verlängerung des Rahmenbetriebsplans wenden, um unsere Rechtsposition nicht zu schwächen. So wird es vermutlich weitergehen: jederzeit kann ein Grundabtretungsantrag gestellt werden und auch an den anderen Plan- und Zulassungsverfahren werden wir uns natürlich als Flächennutzer intensiv einbringen.

Zugleich fallen in der Corona-Pandemie vorläufig die Bildungs- und Kulturveranstaltungen in unserem Wald aus. Dort wollten wir an die Mitwirkenden als Dankeschön Likör aus den Blaubeeren verteilen, die wir im Sommer hier gepflückt haben. Nun machen wir das anders: Wir verschicken die schicken 50ml-Fläschchen an die ersten dreißig Spender*innen, die uns in diesem Monat finanziell unterstützen sowie an unsere regelmäßigen Förderer*innen. Aber Achtung: selbstgemachter Likör ist kein zugelassenes Lebensmittel, weshalb wir ihn deutlich erkennbar als „nicht zum Verzehr“ deklariert haben.

Danke für die Unterstützung von Birgit!

Im Rundbrief vom 22. September hatten wir dazu aufgerufen, Birgit als Vorkämpferin für die Rechte Tagebaubetroffener dabei zu unterstützen, die Rechtswidrigkeit der Enteignung ihres Waldgrundstückes feststellen zu lassen. Und obwohl keine steuerliche Abzugsfähigkeit winkte, kamen die akut benötigten 2661 Euro in kurzer Zeit zusammen. Birgit war von der Unterstützung überwältigt und möchte sich bei allem Spenderinnen und Spendern sehr herzlich bedanken.
Hier der aktuelle Stand: Das Verwaltungsgericht Cottbus hat im Anschluss an die Verhandlung am 29. Oktober nur die Zulässigkeit der Klage bestätigt, die vom Bergamt und der LEAG überraschend in Frage gestellt worden war. Das Verwaltungsgericht muss sich nun eingehend mit der Frage auseinandersetzen, ob die Enteignung von Birgits Grundstück im ehemaligen Lacomaer Teichgebiet und dessen Zerstörung rechtswidrig war. Diese Themen („Begründetheit“ der Klage) sollen in einer erneuten Verhandlung im März 2021 diskutiert werden. Das ist für Birgit einerseits ein Teilerfolg, nachdem LEAG und Bergamt Ihr das Recht absprechen wollten, überhaupt die Rechtmäßigkeit der Enteignung prüfen zu lassen. Andererseits bringt ein neuer Verhandlungstermin wieder zusätzlichen Aufwand und Kosten mit sich. Die Möglichkeit, Birgit mit einer Spende zu unterstützen, besteht deshalb auch weiterhin:

Philipp-Gerlach & Tessmer Rechtsanwälte

Kennwort „Birgit“

GLS Gemeinschaftsbank eG Frankfurt/Main

IBAN: DE60 4306 0967 8022 8160 00

BIC: GENODEM1GLS

Lausitzer für Online-Umfrage zum Kohleausstieg gesucht

Mit Hilfe der „Lausitzer Rundschau“ sucht eine Masterstudentin der Technischen Universität in Darmstadt nach Lausitzer Teilnehmern für eine Online-Befragung. Dabei geht es darum, wie die Menschen in der Lausitz über den Kohleausstieg denken.
Allerdings wird ein kohlefreundliches Befragungsergebnis im Rundschau-Artikel schon vorab regelrecht herbeigeredet: „Während in weiten Teilen Deutschlands die Maßnahme zum Kohleausstieg überwiegend akzeptiert würden, nachvollziehbar und unumstritten seien, sähe es in den betroffenen Revieren mutmaßlich nicht so aus.“ Bei dieser Art der Ankündigung wäre es sicher gut, wenn die kohlekritischen Lausitzer in unserem Rundbrief-Verteiler ebenfalls an der Umfrage teilnehmen.
Die Beantwortung der Fragen ist bis zum 31. November möglich und dauert etwa zehn Minuten. Alle Angaben sind anonym, die Auswertung wird den Teilnehmern bei Interesse zugeschickt.
https://www.soscisurvey.de/energiepolitik/

GRÜNE LIGA präsentiert auf Instagram die Tiere des vom Tagebau bedrohten Waldes

Bilder der Wildkamera erscheinen jetzt regelmäßig im Netz

wildkamera gif1Cottbus, 17.11.2020. Die Umweltgruppe Cottbus der GRÜNEN LIGA nutzt die Zeit des Teil-Lockdowns und zeigt beim Bilderdienst Instagram Tiere des Waldes auf ihrem vom Braunkohletagebau Nochten bedrohten Grundstück.

„Wir haben für die tierischen Bewohner unseres vom Tagebau bedrohten Waldes einen Instagram-Account eingerichtet. Mit Bildern einer Wildkamera machen wir den Wald auch dann erlebbar, wenn wir kaum Veranstaltungen vor Ort anbieten können.“ erklärt Rebekka Schwarzbach von der Umweltgruppe Cottbus. Von den ersten Bildern ist sie beeindruckt: „Zuerst haben wir Tierspuren entdeckt, dann eine Gruppe weißes Damwild. So kamen wir auf die Idee eine Wildkamera aufzustellen. Es ist unglaublich, wie viele Tiere sich im Wald und auf der Lichtung tummeln. Die Möglichkeit in den sozialen Medien Werbung für ihren Lebensraum zu machen, nehmen die Tiere offensichtlich gerne an.“

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