Online-Petition an sächsischen Landtag

(Kohlerundbrief vom 28. Oktober 2019:) Während der Koalitionsverhandlungen fordert der BUND Sachsen in einer Online-Petition an den sächsischen Landtag ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen, die Nutzung der Braunkohle schrittweise bis zum Jahr 2030 zu beenden, geplante Tagebauerweiterungen umgehend aufzugeben, die Orte Mühlrose, Pödelwitz und Obertitz zu erhalten, bestehende Tagebaue zu verkleinern und eine Möglichkeit zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen.

Cottbuser Kunstprojekt widmet dem Klimakabinett ein Musikvideo

(Kohlerundbrief vom 28. Oktober 2019:) Das Cottbuser Kunstprojekt „Zero Moment of Truth (ZMOT) hat dem Klimakabinett der Bundesregierung ein Lied gewidmet, das wir Euch nicht vorenthalten wollen. „Diesem verzagten Häuflein, das sich Klimakabinett nennt, muss ich sagen, dass mich eure Arbeit sehr enttäuscht hat. Vielleicht macht Euch dieses schöne Lied Mut.“ schreibt ZMOT zu seinem neuen kleinen youtube-Video.

„Mühlrose bleibt!“: Tagebau-Betroffene aus ganz Deutschland trafen sich in der Lausitz

(Kohlerundbrief vom 28. Oktober 2019:) Die bundesweite Initiative „Alle Dörfer bleiben“ traf sich am Wochenende in Proschim. Bewohner*innen der drei deutschen Braunkohlereviere berieten zwei Tage lang über gemeinsame Forderungen und Aktionen. Anwohnende des ebenfalls bedrohten Lausitzer Dorfes Mühlrose berichteten über die Situation vor Ort und mögliche Handlungsoptionen. Mehrere Einwohner*innen von Mühlrose bekräftigten, dass sie ihr Zuhause nicht freiwillig an den Bergbaukonzern LEAG verkaufen werden. Neben weiteren Demonstrationen, wie beispielsweise zum Klimastreik am 29.11.2019, wurden auch juristische Schritte nicht ausgeschlossen.
„Wir möchten in Mühlrose wohnen bleiben und werden unser Zuhause nicht aufgeben. In der Öffentlichkeit wird das jedoch totgeschwiegen. Es kann doch nicht sein, dass in Deutschland immer noch Dörfer vernichtet werden, um Braunkohle zu fördern – und das obwohl die LEAG ja nicht einmal eine Genehmigung für die bergbauliche Inanspruchnahme unseres Dorfes hat. Weil die Regierung uns im Stich lässt, sind wir sehr froh, dass wir nun Kontakt zu anderen Betroffenen aufgenommen haben. Dieser Austausch hat uns Mut gemacht für den Erhalt von Mühlrose einzutreten“, sagt Günter Zech aus Mühlrose.

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Raus aus der Filterblase: Durch den Regen für unsere Argumente

(Kohlerundbrief vom 8. Oktober 2019:) Trotz eindrucksvoller bundesweiter Demonstrationen für den Klimaschutz ist die Stimmung in der Lausitz gespalten und es gelingt immer wieder Vorurteile gegen Tagebaukritiker zu schüren. Zu den Ursachen zählt wohl auch, dass einige regionale Medien wenig Interesse zeigen, konkrete tagebaukritische Argumente wiederzugeben. Wenn die Themen dann gleichzeitig den bundesweiten Medien zu lokal sind, kommt es vor, dass viele Lausitzer davon noch nie gehört haben.


So war es offenbar mit den meisten Hintergründen zum Stop des Tagebaues Jänschwalde seit dem 1. September. Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass etwa im von der Peitzer Amtsverwaltung herausgegebenen "Peitzer Land Echo" keine Kohlekritik vorkommt. Deshalb waren wir nach dem Tagebaustop sogar bereit, unsere Argumente dort als bezahlte Anzeige abdrucken und so in die Dörfer um den Tagebau verteilen zu lassen. Doch sogar das wurde unter fadenscheinigen Begründungen abgelehnt ("Die Qualitätssicherung hat Ihre Anzeige als Leserbrief eingestuft und darf somit nicht im Peitzer Land Echo erscheinen.")
Aber wir lassen uns nicht totschweigen: Am 29. September verbrachten Mitglieder und Unterstützer der Umweltgruppe Cottbus den verregneten Sonntagnachmittag mit dem Verteilen von Infoblättern in die Briefkästen mehrerer Dörfer des Amtes Peitz. Lausitzer Landschaften retten ist eben auch Hand- und Fußarbeit. Danke an alle, die mitgemacht haben!

Von der Kohlekommission zum Kohlekonzern: Petition für Rücktritt von Stanislaw Tillich

(Kohlerundbrief vom 8. Oktober 2019:) Für die Verhandlungsposition der Oligarchen und gegen Planungssicherheit für Lausitzer Dörfer hat sich in der Kohlekommission vor allem einer stark gemacht. Dertillich am 24. September bekanntgewordene Wechsel von Sachsen Ex-Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) in den Aufsichtsrat des Braunkohleförderer Mibrag sorgte für bundesweite Empörung. Eine am Folgetag gestartete Petition erreichte schon binnen zwei Tagen mehr als 32.000 Unterzeichner, inzwischen sind es mehr als 39.000. Die Initiatorin Hannelore Wodtke aus Welzow (Brandenburg) fordert darin den Rückzug von Tillich von dem Aufsichtsratposten und die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses. Der sächsische CDU-Politiker war einer der Vorsitzenden in der sogenannten Kohlekommission, in der auch Wodtke für die Tagebaubetroffenen saß. Auch nach dem Bericht der Kommission plant die Mibrag weiterhin die sächsischen Dörfer Pödelwitz und Obertitz abzubaggern. Die Lausitzer LEAG gehört demselben tschechischen Mutterkonzern.

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Am 30. August: #CottbusForFuture und #PotsdamForFuture

(Kohlerundbrief vom 28. August 2019:) Am Freitag den 30. August 2019 findet die erste Demonstration des Bündnisses #CottbusForFuture statt. Sie wird um 17:30 Uhr auf dem Stadthallenvorplatz beginnen und zur Oberkirche führen. Neben Fridays for Future Cottbus rufen dazu die Cottbuser Gruppen von BUND, BUND-Jugend, Greenpeace, GRÜNE LIGA, Internationale Jugend, VCD, ADFC, Grüne Jugend, Linksjugend und SDAJ auf. In Potsdam demonstrierte ein ähnliches Bündnis bereits im Juni und ist auch am 30. August wieder auf der Straße.

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