Marodes Kraftwerk: Havarie halbiert die Leistung in Jänschwalde

kraftwerk jaenschwalde eingang ideengruen IMG 6544Ein etwa zehn Meter langes Betonteil sei in der Nacht zum Sonntag auf die Bahngleise eines Asche-Bunkers gestürzt, berichtet die Lausitzer Rundschau. Weil die Asche nun nicht mehr abtransportiert werden kann, seien die Blöcke C und D bis auf weiteres außer Betrieb. Ursache und Dauer seien unklar und Gutachter zur Prüfung vor Ort. Da die Blöcke E und F am 30. Juni nach einer befristeten Wiederinbetriebnahme ebenfalls vom Netz gingen (für Oktober bis März ist ein erneuter befristeter Betrieb geplant), arbeiten derzeit noch zwei der sechs Blöcke des Kraftwerkes.

Die Frage nach der Ursache der Havarie ist auch politisch brisant: Denn die von der Bundesregierung geplante Zahlung von 1,75 Milliarden Euro an die LEAG beruht auf der Behauptung, das Kraftwerk Jänschwalde wäre ohne Kohleausstiegsgesetz bis in die 2030er Jahre weiterbetrieben worden. Die Havarie wirft die Frage auf, in wie viele Betonteile es bis dahin zerfallen würde. Bereits praktisch den gesamten vergangenen Winter war Block C des Kraftwerkes wegen eines Generatorschadens ausgefallen, während die Braunkohle sich öffentlich als Garant der Versorgungssicherheit feierte. (Wir berichteten)

Termine

Lacoma - der Kohle im Weg
29 Januar 2026
19:30 -
Angerscheune Petershagen Dorfplatz 1 15370 Petershagen
Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg
12 März 2026
09:30 - 14:00
Cottbus, Neues Stadthaus, Erich-Kästner-Platz 1, 03046 Cottbus
Lacoma - der Kohle im Weg
12 März 2026
19:00 - 21:00
ACUD-Kino, Berlin-Mitte, Veteranenstraße 21

Dieser Wald ist der Kohlegrube im Weg

Dieser Wald ist der Kohlegrube im Weg

 

Lausitzer Menschen für einen früheren Kohleausstieg

230625 lausitz2030

 

Lacoma-Filmdokumentation

lacoma werbemotiv 1500px

 

Aktuelle Seite: Startseite Themen Energiepolitik Marodes Kraftwerk: Havarie halbiert die Leistung in Jänschwalde

Lausitzer Kohlerundbrief