Aktionsbündnis: Dichtwand an Lohsa II verbessert Wassersituation

Das Aktionsbündnis Klare Spree e.V. (ABKS) fordert in einer Pressemitteilung vom 27. Juni 2022 die schnellstmögliche Errichtung einer Dichtwand am Speicherbecken Lohsa II. Zur Beseitigung der Ockerbelastung in der Spree vor Spremberg ist sie zwingend erforderlich und beschlossene Sache. Allerdings ist die Realisierung bisher für 2038 vorgesehen. Planung und Bau sollten erheblich beschleunigt werden, da die Dichtwand nicht nur die Ockerbelastung in der Spree stoppt, sondern auch zusätzlich dringend benötigtes Speichervolumen schafft, die Bewirtschaftungskosten für die Talsperre Spremberg erheblich reduziert und eine Gefährdung des Biosphärenreservates Spreewald durch Mobilisierung von Ockerschlamm bei einem Hochwasser ausschließt.

In 2021 (wie in allen Dürrejahren seit 2018 zuvor) wurden ca. 30 Mio. m³ aus dem Speicherbecken Lohsa II in die Kleine Spree abgegeben. Das in Planung befindliche Vorhaben 1 (Dichtwand Lohsa II) staut zusätzlich mind. 9 Mio. m³ pro Jahr Grundwasser in Lohsa II. Die Bewirtschaftung der Spree vor der Talsperre Spremberg mit Grubenwasserbehandlung, ständiger Einbringung von Kalk und Flockungshilfsmitteln sowie die Beräumung der Vorsperre stehen mit jährlich über 10 Mio. € zu Buche. Diese Kosten entfallen erst mit der Dichtwand.

Das will offenbar von den Entscheidungsträgern niemand erkennen oder wissen – für uns im ABKS ist das unfassbar! Hier muss sich insbesondere die LMBV bewegen. Bei ihr liegt der Schlüssel zur Umsetzung. So auch die Aussage des Oberbergamtes Sachsens gegenüber dem ABKS. Das Oberbergamt selbst sagte eine schnelle Bearbeitung zu. Das Vorhaben voranzutreiben und schnellstmöglich umzusetzen hilft die prekäre Wassersituation der Lausitz zu mildern und dauerhaft erheblich Finanzen einzusparen. (leicht gekürzt)

 

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