Lausitzer Wasserstandsmeldung: So muss der Winter sein

Die ersten drei Monate des Jahres waren in der Lausitz überdurchschnittlich regenreich, wie der Blick auf Wetterkontor.de verrät. Verglichen mit dem langjährigen Mittel der Jahre 1961-90 fielen in der Station Cottbus im Januar 146 %, im Februar 139 % und im März sogar 185 % der Regenmenge. In den oberen Bodenschichten herrscht zum Beginn des Frühjahrs das, was in alten Landwirtschaftslehrbüchern die Winterfeuchte genannt wird und und in den letzten Jahren längst keine Selbstverständlichkeit mehr war. Das ermöglicht den Ackerkulturen seit langem mal wieder einen optimalen Start in die Wachstumsperiode und auch für den ersten Heuschnitt auf den Wiesen dürfte sicher gesorgt sein. Ist die Dürre damit abgehakt?

Leider immer noch nicht. Das Bild relativiert sich, wenn man das Winterhalbjahr in seiner Gesamtheit betrachtet. Denn Oktober bis Dezember lagen deutlich unter dem langjährigen Mittel. Unterm Strich bleiben 103 % Regen im Winter 2022/23. Ein ganz normaler Winter also. Das kann logischerweise nicht ausreichen, um die Defizite der Vorjahre auszugleichen.

Der Dürremonitor zeigt im Lausitzer Gesamtboden bis 1,8 Meter Tiefe immer noch dieselbe „außergewöhnliche Dürre“ wie seit Jahren. Hier und da wird es vielleicht dennoch zur Neubildung von Grundwasser gekommen sein. Doch die Dürrejahre auszugleichen und auf den Durchschnitt von 125 mm Grundwasserneubildung pro Jahr zu kommen, den das Grundwassermodell der LEAG unermüdlich weiter voraussetzt, das dürfte noch immer in weiter Ferne liegen. Jetzt beginnt das Sommerhalbjahr und die Pflanzen nehmen kräftige Schlucke aus dem Wasserspeicher des Bodens. Auf neues Grundwasser dürfen wir im nächsten Winter wieder hoffen.

Dieser Wald ist der Kohlegrube im Weg

Dieser Wald ist der Kohlegrube im Weg

 

Lausitzer Menschen für einen früheren Kohleausstieg

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