Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Verkleinerung von LEAG-Tagebauen in jedem Fall notwendig

Am 1. September stellte das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW) im sächsischen Landtag eine Studie zur Bewertung des „Revierkonzeptes 2021“ der LEAG vor, die im Auftrag der Landtagsfraktion Bündnis90/Die Grünen erstellt wurde. Ziel war es, die Planung der LEAG unter energiewirtschaftlichen Aspekten auf Plausibilität zu prüfen. Dazu wurden unterschiedliche Szenarien zur Kraftwerksauslastung betrachtet. Zu den Kernergebnissen der Studie erklärte Prof. Dr. Pao-Yu Oei vom DIW und Co-Autor der Studie:

„Unsere Studie zeigt, dass selbst bei maximal denkbarer Auslastung der Kraftwerke kein Kohlebedarf besteht, der die Inanspruchnahme des Sonderfelds Mühlrose rechtfertigt. Im Gegenteil, es sind sogar weitere Tagebauverkleinerungen im Lausitzer Revier notwendig. Dies gilt selbst im Falle eines späten Kohleausstiegs im Jahr 2035 oder 2038.“

Dieses Ergebnis setzt insbesondere den regionalen Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien unter Rechtfertigungsdruck, der derzeit an einer Überarbeitung des Braunkohlenplanes zum Tagebau Nochten arbeitet und dabei klären muss, ob der Tagebau in das noch nicht zugelassene Teilfeld Mühlrose weitergeführt werden oder sogar noch verkleinert werden muss. Auch das Sächsische Oberbergamt wird bei seinen Zulassungsentscheidungen an den Ergebnissen der Studie nicht vorbeikommen.

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