LEAG will für Tagebau Jänschwalde noch 22 Jahre lang Grundwasser abpumpen

Jetzt Einwendungen einreichen!

Im Tagebau Jänschwalde will die LEAG noch ein Jahr lang Kohle fördern, aber noch mindestens 22 Jahre lang Grundwasser abpumpen. Bis Dienstag kann die Öffentlichkeit dazu noch Stellung nehmen.

Musterbrief hier

Wir haben die öffentlich ausgelegten Unterlagen analysiert und festgestellt:

  • Die LEAG will einen Blankoscheck über fast 1,4 Milliarden Kubikmeter Wasser ausgestellt bekommen, denn alles wird mit einem Rekultivierungskonzept begründet, das bis heute geheim ist: dem Abschlussbetriebsplan.
  • Noch sechs Jahre lang soll der größte Teil des abgepumpten Wassers bei der Kohleverstromung im Kraftwerk Jänschwalde verdampfen und so der Region verlorengehen. Wasser aus Jänschwalde soll helfen, noch möglichst viel Kohle aus Welzow, Nochten und Reichwalde gewinnbringend zu CO2 zu verbrennen.
  • Wie das Wasserdefizit sich wieder auffüllen soll? Die LEAG geht einfach davon aus, dass es bis zum Jahr 2100 schon genug regnen wird und plant mit Flutungswasser, dessen Verfügbarkeit erst ein anderes Verfahren in ein paar Jahren klären soll. Klar, wer mitten in der Klimakrise möglichst viel Wasser verdampfen will, versucht erst später zuzugeben, dass er es der Landschaft gar nicht zurückgeben kann.
  • Kommt weniger Wasser, dauert nicht nur die Grundwasserabsenkung Jahrzehnte länger an. Es weiß dann auch niemand, ob die Ufer der geplanten drei Seen standsicher sein werden. Die Dörfer Heinersbrück, Jänschwalde und Taubendorf stehen direkt daneben.
  • Alle Wasserentnahmen zur Sicherheit der Grube nötig? Auf keinen Fall: Für mindestens 122 Millionen Kubikmeter (mehr als dreimal der Müggelsee!) findet sich nicht der Hauch einer Begründung im Antrag der LEAG. Vielleicht merkts ja keiner??

Wir fordern:

  • Grundwasser ist unser wichtigster Bodenschatz. Es darf kein Kubikmeter mehr abgepumpt werden, als für die sichere Rekultivierung nötig ist!
  • Statt scheibchenweiser Ungereimtheiten muss ein in sich schlüssiges und klimaresilientes Gesamtkonzept erstellt und öffentlich ausgelegt werden!
  • Der Verursacher muss alle Folgekosten tragen! Auch noch, wenn sich durch den Tagebau Jänschwalde in 50 Jahren Flüsse und Gräben vom Eisenocker braun färben.

Betroffen von der Planung der LEAG sind nicht nur die Bewohner*innen, Flächennutzer*innen und Grundeigentümer*innen im zugegebenen oder tatsächlichen Absenkungstrichter der Grube. Grundwasser gehört und allen und geht uns alle an! Wer keine eigene Einwendung verfasst hat, kann unseren Musterbrief nutzen

Bis Dienstag, 31. Januar muss die Einwendung beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe eingehen. ACHTUNG: Einwendungen per E-Mail gelten NICHT! Die Bekanntmachung nennt nicht die Möglichkeit der Einreichung per E-Mail. Sicher ist also nur Papierform / Fax mit Unterschrift oder qualifizierte elektronische Signatur.

Die detaillierte Argumentation steht hier in unserer ausführlichen Stellungnahme in einer Vorab-Fassung.

Woher wir die Zeit nehmen, so viele Unterlagen zu lesen? Das wäre rein ehrenamtlich nicht zu schaffen. Es kostet also leider auch Geld und Ihr dürft uns gern mit einer Spende unterstützen.

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