Keine neuen Tagebaue in der Lausitz ! Nowym brunicowym jamam zadoraś!

karte lausitzer revier 2017Jahrelanger Widerstand hat bereits mehrere Tagebauprojekte in der Lausitz verhindert. Doch trotz "Kohleausstiegsgesetz" sollen noch immer Menschen für Braunkohle umgesiedelt und hunderte Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden. Das Grundwasser wird durch Tagebaue weiter abgesenkt und verunreinigt. Folgekosten drohen auf die Allgemeinheit abgewälzt zu werden. Wir kämpfen für den Erhalt der Dörfer und ihres Umlandes, gegen Wasserkrise und Klimakatastrophe und für eine nachhaltige Zukunft der Region!

Für einen echten Dialog in der Lausitz

Seit in der Lausitz im Jahr 2007 die Diskussion über den Aufschluss neuer Tagebaue begann, ist das Kohlethema ein zentraler gesellschaftlichen Konflikt in der Region. Dies setzt sich mit veränderten Schwerpunkten fort, seit der Kohleausstieg bundespolitisch auf der Agenda steht.

In all diesen Jahren hat es regelmäßig Diskussionspodien gegeben, bei denen Kohlekritiker und Kohlebefürworter sachlich und öffentlich Argumente austauschten. Dabei haben sehr verschiedene Veranstalter bereits sehr verschiedene Formate genutzt: Podien in den Kirchen bedrohter Dörfer, Podien von Vattenfall, BTU, Klimacamp, Lausitzer Rundschau, taz, RBB, Ende Gelände und anderen, Diskussion mit Landesministern vor Ort in Grabko oder Groß Gastrose, der Lausitzkirchentag 2015, Debatten im Braunkohlenausschuss und zahlreichen Kommunalparlamenten fanden statt. Wir sind vor diesem Hintergrund verwundert, wenn eine Podiumsrunde zwischen Vertretern des Pro Lausitzer Braunkohle e.V. und Fridays for Future Dresden als „mutiges Experiment“ und „Beschreiten neuer Wege“ angesehen wird (Lausitzer Rundschau, 27.11.2019) Nicht immer allerdings wurde in den Medien ausführlich und ausgewogen berichtet.

Tatsächlich ist es nötig, den gesellschaftlichen Dialog über den Kohleausstieg weiterzuführen und insbesondere in der Phase zu intensivieren, in der bald ein Kohleausstiegsgesetz im Bundestag beraten wird. Wir sind zu einem solchen Dialog bereit.

Aus aktuellem Anlass müssen wir jedoch Voraussetzungen für die sachliche und faire Diskussion benennen, die eigentlich selbstverständlich sein müssten:

  1. Zu den Diskussionen sollte eine Organisation einladen, die von allen Beteiligten als unabhängig anerkannt wird,
  2. Die Diskussionen sollten von einer/m Moderator/in geleitet werden, der/die von allen Beteiligten als unabhängig anerkannt wird,
  3. Um die gesellschaftliche Spaltung zu überwinden, kommt es darauf an, auch die Menschen zu erreichen, die sich bei der jeweiligen Diskussionsvernstaltung nicht im Raum befinden. Die ausgewogene und sachliche Berichterstattung oder anderweitige Veröffentlichung der Diskussion ist deshalb essenziell, damit eine sachlich geführte Diskussion auch versachlichend auf das gesellschaftliche Klima wirken kann. Ein selektives Totschweigen vorgebrachter Argumente oder Zusammenhänge oder eine tendenziöse Wortwahl müssen ausgeschlossen sein. Verschiedene Lausitzer Regionalmedien haben diesbezüglich leider noch Nachholbedarf.
  4. Weder Kohlekritiker noch Kohlebefürworter dürfen auf einen Verein, eine Protestform oder ein Unternehmen reduziert werden, sondern müssen in der gebotenen Breite beteiligt sein.

 GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus e.V.,

Bündnis Strukturwandel jetzt - kein Nochten II,

Allianz für Welzow,

Eine Spinnerei - vom nachhaltigen Leben e.V.

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Lausitzer Kohlerundbrief