Keine neuen Tagebaue in der Lausitz ! Nowym brunicowym jamam zadoraś!

karte lausitzer revier 2017Jahrelanger Widerstand hat bereits mehrere Tagebauprojekte in der Lausitz verhindert. Doch trotz "Kohleausstiegsgesetz" sollen noch immer Menschen für Braunkohle umgesiedelt und hunderte Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden. Das Grundwasser wird durch Tagebaue weiter abgesenkt und verunreinigt. Folgekosten drohen auf die Allgemeinheit abgewälzt zu werden. Wir kämpfen für den Erhalt der Dörfer und ihres Umlandes, gegen Wasserkrise und Klimakatastrophe und für eine nachhaltige Zukunft der Region!

Wir trauern um Rudi Krauz

rudi krauz foto andreas kirschkeein Nachruf von Frank Mattiaschk

Rudi Krauz lernte ich 2011 auf einer Exkursion des Sorbischen Instituts kennen, die in den damals noch teilweise existierenden Tiergarten Trebendorf mit dem bereits für den Tagebau Nochten entwidmeten NSG Urwald Weißwasser führte. Es war ein goldener Herbsttag und Rudi war mit seiner kleinen Videokamera dabei. Aus den Aufnahmen entstand ein Film auf DVD. So wie hier war Rudi über viele Jahre bei nahezu allen kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen in der Schleifer Region und manchmal darüber hinaus dabei.

Die entstandenen DVDs dokumentieren einzigartig das sorbische Leben in der eigenen Trachtenregion des Schleifer Kirchspiels und gingen an Freunde und Interessierte. Mit den gefilmten Osterspaziergängen für die Erhaltung der durch den Tagebau bedrohten Dörfer Rohne / Rowne, Mulkwitz / Mułkecy, Mühlrose / Miłoraz und des südlichen Teils von Schleife /Slepo bewahrt er auf seine Weise die Erinnerung an diese für die Menschen spannungsreiche Zeit. Er selbst positionierte sich offen für den Erhalt der Dörfer und nahm dafür auch ablehnende Reaktionen in Kauf. Im Bündnis "Kein Tagebau Nochten 2, Strukturwandel jetzt" war er aktives Mitglied. Rudi Krauz wurde am 27. Dezember 1937 in Rohne geboren, verbrachte hier sein Leben mit seiner Familie und starb am 23. August 2020 friedlich in diesem Dorf. Mit seiner Frau konnte er dieses Jahr noch die Diamantene Hochzeit feiern. Er hat zwei Kinder. Sein Arbeitsleben verbrachte er bei der Post und im Tagebau. Ein wichtiger Punkt im Leben war der Heimatverein auf dem Nepila-Hof, den er mitaufbaute und dessen Finanzen er regelte. Halt im Leben gab ihm sein christlicher Glaube. Die ehrlichen Gespräche und Telefonate mit Rudi sowie seine Briefe werden mir in ewiger Erinnerung bleiben. (Foto: Andreas Kirschke)

Rundbrief vom 1. September 2020

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