Cottbus, 13.05.2026. Ab dem heutigen 13. Mai ist die preisgekrönte Filmdokumentation „Lacoma – der Kohle im Weg“ nun frei im Internet abrufbar. Sie zeigt den Widerstand gegen die Abbaggerung des Ortes Lacoma durch den Braunkohletagebau Cottbus-Nord, der heute als „Cottbuser Ostsee“ bekannt ist. Die Umweltgruppe Cottbus präsentiert den von ihr selbst produzierten Film nun auf vimeo und der Homepage www.der-kohle-im-weg.de. Am vergangenen Donnerstag wurde die Dokumentation auf dem Brandenburgischen Festival des Umwelt- und Naturfilms in Potsdam ausgezeichnet.
Der Wasserstand im Cottbuser Ostsee war zwischen Mai und Oktober 2025 um etwa 20 Zentimeter auf 62,2 m NHN gefallen. Nach Kritik des Bündnisgrünen Kreisverbandes informiert die LEAG nun wieder aktuell über den Wasserstand.
Die LEAG hatte zunächst auf eine Aktualisierung des Wasserstandes verzichtet, weil der Zielwasserstand ja im Dezember 2024 erreicht worden sei. Allerdings war damals bereits eingeräumt worden, dass noch 50 Millionen Kubikmeter fehlen, um auch das Grundwasser um den See (oft auch „Porenraum“ genannt) fertig aufzufüllen. Dass Seewasser und Porenraum beide das Flutungsziel erreichen, steht damit weiterhin aus. Wann die Flutung wieder aufgenommen wird, hängt von den jeweiligen Regenmengen und den Durchflüssen in der Spree ab. Die meisten Wassernutzungen haben Vorrang vor der Flutung von Tagebauseen, weshalb diese oft nur im abflussreicheren Winterhalbjahr möglich ist.
Am 16. Mai mussten Bauarbeiten der LEAG am Ufer des „Cottbuser Ostsees“ (ehemaligen Tagebaues Cottbus-Nord) gestoppt werden, wie mehrere Medien berichten. Baumaschinen der LEAG waren bereits dabei, einen rund 30 Meter breiter und 4 Meter hoher Erdhaufen abzutragen, in dem Uferschwalben nisteten. Erst nach öffentlichen Protesten eines Cottbuser Hobbyornithologen Thomas Kung wurden die Arbeiten gestoppt. Die Arbeiten dienten dem Rückbau von Tiefbrunnen und Rohrleitungen des Tagebaus – etwas langfristig planbares, das also von vornherein außerhalb der Brutzeit möglich gewesen wäre.
Am 21. März hat die Filmdokumentation „Lacoma – der Kohle im Weg“ Premiere im Cottbuser Gladhouse. Karten können jetzt über das Obenkino bestellt werden. (Hier zum Trailer auf vimeo)
1992 wird erstmals ein Dorf aus Protest gegen den Braunkohleabbau besetzt: Lacoma. Junge Menschen aus der Lausitz führen als „Neusiedler“ einen Kampf weiter, der schon in der DDR begann. Es geht um ein Dorf, eine wertvolle Landschaft und um unseren Umgang mit Energie. Zugleich wird Lacoma ein besonderer kultureller Freiraum in der Lausitz. Er wird in Brüssel und Berlin, auf Dächern und Bäumen, mit Kunstaktionen und Gerichtsverfahren verteidigt, letztlich aber 2007 durch den Kohlekonzern zerstört.
Cottbus, 23.03.2025. Am Freitag feierte die Filmdokumentation „Lacoma – der Kohle im Weg“ Premiere im vollständig ausverkauften Saal des Cottbuser Kulturhauses „Gladhouse“. Sie zeigt den Widerstand gegen die Abbaggerung des Ortes Lacoma durch den Braunkohletagebau Cottbus-Nord, der heute als „Cottbuser Ostsee“ bekannt ist. Die durch Crowdfunding finanzierte Dokumentation soll in diesem Jahr noch an zahlreichen weiteren Orten gezeigt werden.
1992 wird erstmals ein Dorf aus Protest gegen den Braunkohleabbau besetzt: Lacoma. Junge Menschen aus der Lausitz führen als „Neusiedler“ einen Kampf weiter, der schon in der DDR begann. Es geht um ein Dorf, eine wertvolle Landschaft und um unseren Umgang mit Energie. Zugleich wird Lacoma ein besonderer kultureller Freiraum in der Lausitz. Er wird in Brüssel und Berlin, auf Dächern und Bäumen, mit Kunstaktionen und Gerichtsverfahren verteidigt, letztlich aber 2007 durch den Kohlekonzern zerstört.
Wie die Lausitzer Rundschau am 19. Dezember (€) berichtete, wurde die von der LEAG auf ihrem Tagebausee errichtete schwimmende Solaranlage am 18. Dezember durch Wind und Wellen beschädigt. Es seien „Solarmodule im Randbereich der Anlage beschädigt worden“, wie die LEAG der Zeitung bestätigte. Es werde „ein Plan zum weiteren Vorgehen erstellt“.