Waldspaziergang am Tagebau Nochten: Verkleinerung des Tagebaues zum Schutz der Dörfer nötig

www.ideengruen.de | markus pichlmaierEtwa 100 Teilnehmer kamen am Sonntag am Tagebau Nochten auf dem von der Umweltgruppe gepachteten Waldgrundstück zusammen. Auf einem Waldspaziergang der GRÜNEN LIGA – Umweltgruppe Cottbus wurde die Forderung unterstrichen, dass der Tagebau ausreichend Abstand zu den benachbarten Dörfern einhalten muss. Neben Betroffenen aus der Lausitz kam auch der Naturführer Michael Zobel auf dem Rheinland zu Wort. Zobel, der mit seinen Waldführungen am bedrohten Hambacher Wald bundesweite Berühmtheit erlangte, kritisierte den zögerlichen Kohleausstieg. Für den Wald in Deutschland sei die aktuelle Wasser- und Klimakrise bereits schon heute eine Katastrophe. Für Zobel lohne es sich um „jeden Quadratmeter Wald“ zu kämpfen, auch wie es derzeit in der Lausitz passiert. Jeden Tag, an dem weiter gebaggert wird, sei eine „Versündigung an der Schöpfung“, so der Naturführer.

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20. September: Waldspaziergang am Tagebau Nochten

190330 waldspaziergangVerkleinerung des Tagebaues zum Schutz der Dörfer nötig

Die Umweltgruppe Cottbus lädt für Sonntag, den 20. September, zum Waldspaziergang am Tagebau Nochten ein. Sie macht damit auf ihre Forderung aufmerksam, dass der Tagebau ausreichend Abstand zu den benachbarten Dörfern einhalten muss. Auf dem von der Umweltgruppe gepachteten Waldgrundstück sprechen Betroffene verschiedener Kohlereviere zu den Teilnehmern. Paul Geigerzähler, Berliner Künstler mit sorbischen Wurzeln, wird den Spaziergang musikalisch bereichern.

„Wir wollen mit der Veranstaltung zeigen, wo die Kohle im Boden bleiben muss, die durch den Kohleausstieg nicht mehr gebraucht wird. Die geplante Überarbeitung des Braunkohlenplanes muss den Tagebau Nochten verkleinern: Damit Dörfer wie Rohne lebenswert bleiben, muss die Grube mehr Abstand halten!“ sagt Adrian Rinnert vom 2013 gegründeten Bündnis „Strukturwandel jetzt“.

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LEAG muss nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums ihre genehmigten Tagebaue verkleinern

Waldgrundstück bis 2037 gepachtet

„Unverkäuflich“: Grüne Liga eröffnet Ausstellung zu vom Tagebau Nochten bedrohtem Wald – gepachtetes Grundstück wird nicht der LEAG überlassen

www.ideengruen.de | markus pichlmaierDresden, 10.09.2020. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA hat am Mittwochabend in der Dresdener Hoffnungskirche eine Fotoausstellung über die Gefährdung von Natur und Dörfern durch den Tagebau Nochten am Beispiel eines von Enteignung bedrohten Waldstückes eröffnet. Unter den Teilnehmern der Eröffnung waren auch der Staatssekretär im sächsischen Energie- und Umweltministerium Dr. Gerd Lippold, die Lausitzer Landtagsabgeordnete Antonia Mertsching (DIE LINKE) sowie Juliane Assmann, kirchliche Referentin für "anders wachsen"-Modellgemeinden und der Pfarrer der Hoffnungskirche Walter Lechner.

„Das Waldstück, das die Eigentümer nicht an die LEAG verkaufen möchten, hat die Umweltgruppe Cottbus bis 2037 zur Nutzung übertragen bekommen“, erläuterte René Schuster, von der GRÜNEN LIGA den Hintergrund der Ausstellung. Auf dem Waldgrundstück finden bereits seit Monaten Bildungs- und Kulturveranstaltungen, Waldumbau- und Naturschutzmaßnahmen statt. Fotograf Markus Pichlmaier hat in seinen Bildern Impressionen aus diesem Wald festgehalten, zeigt aber auch, wie sich der Tagebau durch die Landschaft frisst.

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20. September - Der LEAG die Grenzen zeigen: Kommt zum Waldspaziergang am Tagebau Nochten

Geht es nach dem Kohlekonzern LEAG, wird sich der Tagebau Nochten bis direkt an die Dörfer Mulkwitz und Rohne heran fressen. Zurück bliebe ein riesiges Restloch, aus dem das rare Wasser der Region verdunstet. Die Bundesregierung gibt der LEAG bis zu 1,75 Milliarden Euro Entschädigung für den Kohleausstieg, ohne dass der Konzern von diesem Plan Abstriche macht.

200812 zobel zoomWir finden uns damit nicht ab: Der Tagebau muss verkleinert werden, um Raum für die Natur und ausreichend Abstand zu benachbarten Dörfern zu erhalten! Von Eigentümern, die ihren Wald nicht an die LEAG verkaufen möchten, haben wir ein Stück Wald bis 2037 zur Nutzung übertragen bekommen. Hier finden nun Bildungs- und Kulturveranstaltungen, Waldumbau und Naturschutzmaßnahmen statt. Und hierhin laden wir am 20. September, zum Waldspaziergang ein.

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"auf dem Weg nach Tzschelln" – Konzert auf dem Pfarrhof zu Schleife

200812 bartschcomboAm Sonnabend, dem 17. Oktober findet ab 18 Uhr auf dem Pfarrhof von Schleife eines der seltenen Konzerte von „Rüdiger Bartsch und die alte Combo“ mit dem Liederprogramm „auf dem weg nach Tzschelln“ statt. Sie werden unterstützt vom Cottbuser Kunstprojekt Zero moment of thruth (ZMOT).

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„Na slědach Łakomskich gatow“ - Wanderung am 12. September

Die Schule für niedersorbische Sprache und Kultur veranstaltet eine Wanderung von Lacoma (Treffpunkt 9:30 Uhr) nach Maust (Ankunft ca, 12:30 Uhr). Dabei werden die Veränderungen der Landschaft durch den Tagebau und die begonnene Flutung erkundet, aber auch Erinnerungen an den Lacoma-Widerstand und Hintergründe zu aktuellen Konflikten besprochen. Die Veranstaltung findet in wendischer (niedersorbischer) Sprache statt. Dozent ist René Schuster von der Umweltgruppe Cottbus, selbst Bewohner von Lacoma in den Jahren 1994-2005.

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