Demnächst: Das Lacoma-Fest 2022

2003 lacoma dieke PA130412 13 OktoberLacoma am Rand von Cottbus war bereits in den 1980er Jahren ein Ort des Protestes gegen den Braunkohletagebau und damit eine Besonderheit in der Bergbaugeschichte der DDR. Die von Lausitzer Jugendlichen ausgehende Besetzung im Jahr 1992 wurde als Zwischennutzung legalisiert und ermöglichte einen kulturellen Freiraum, der radikal ökologische Lebensentwürfe in der Braunkohleregion sichtbar machte und die Alternativkultur im Raum Cottbus prägte. 2005 setzte der Vattenfall-Konzern den Abriss der letzten Häuser und 2007 die Zerstörung der Lacomaer Teichlandschaft durch. Doch die in Lacoma entstandenen Netzwerke wirkten maßgeblich am erfolgreichen Widerstand gegen neue Tagebaue in Brandenburg mit.

Dreißig Jahre nach der Neubesiedlung des Dorfes soll ein Lacoma-Fest am 11. Juni 2022 nun die ehemaligen Einwohner*innen und Protestierenden wieder zusammen bringen, die Öffentlichkeit an das Geschehene erinnern und die Erfahrungen für die heutige junge Generation nutzbar machen. Wie bei früheren Festen auch werden Diskussionsrunde, Kleinkunst, sorbische Kultur und Live-Musik zum Programm gehören. Das Lacoma-Fest 2022 wird von der Umweltgruppe Cottbus veranstaltet und aus dem Förderprogramm „Sonnencent“ der Energiewerke Schönau sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung Cottbus unterstützt.

Das konkrete Programm folgt.

Vorankündigung als pdf (2 Seiten)

Foto: M. Dieke (2003)

 

Aktuelle Seite: Startseite Aktionen Demnächst: Das Lacoma-Fest 2022

Lausitzer Kohlerundbrief