Neue Tagebaue und Umsiedlung

Allein in der Lausitz verloren in den vergangenen 80 Jahren mehr als 30.000 Menschen ihre Heimat, weil sie einem Tagebau weichen mussten. 136 Orte verschwanden ganz oder teilweise von der Landkarte. Wir lehnen weitere Umsiedlungen ab, da sie grundsätzlich nicht sozialverträglich sind. Mit den gewachsenen Dörfern wird auch die kulturelle Identität einer Region zerstört.

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Neue Tagebaue und Wasser

Die Braunkohleverstromung führt zur Versteppung der Lausitz: langfristig durch den Klimawandel und kurzfristig durch die Grundwasserabsenkung. Die chemischen Veränderungen des Grundwassers führen zu braunem Ockerschlamm in vielen Gewässern. Für mehr als 2 Millionen Wasserkunden in Berlin und Frankfurt (Oder) ist wegen Vattenfalls Kohlegruben in der Lausitz die Trinkwasserqualität gefährdet. Die Kosten drohen statt auf den Verursacher auf die Verbraucher umgelegt zu werden. Während die Wunden der Vergangenheit im Wasserhaushalt der Lausitz noch nicht geheilt sind, sollen weiter neue aufgerissen werden?

Tiefbrunnen zur Tagebauentwässerung

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Neue Tagebaue und Klima

Braunkohle ist der für das Weltklima schädlichste Energieträger. Die Klimaschutzziele Deutschlands, aber auch Brandenburgs erfordern eine baldige Stillegung der 500 MW-Blöcke in Jänschwalde und Boxberg, die zu klimaschädlichsten Kraftwerksblöcke Deutschlands zählen. Der Versuch, neue Tagebaue mit CO2-Abscheidung und Speicherung zu rechtfertigen, ist gescheitert: Vattenfall hat den Plan einer Pilotanlage in Jänschwalde und der CO2-Verpressung in Brandenburg im Dezember 2011 begraben. Für ein europaweites Leitungssytem zur Verpressung unter der Nordsee müsste der Steuerzahler Milliarden hinlegen, was weder sinnvoll noch realistisch ist.

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Alternativen sind machbar

Eine sichere Energieversorgung ist auch ohne neue Tagebaue möglich. Baut Deutschland sein Energiesystem nachhaltig um und nimmt die eigenen Klimaschutzziele ernst, wird Braunkohle nur noch für einen Übergangszeitraum zur Stromversorgung beitragen. Dafür reicht die Kohle in den genehmigten Tagebauen (allein in der Lausitz mehr als eine Milliarde Tonnen) aus. Rechtzeitiges Umdenken erleichtert diesen Prozess.

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Neue Tagebaue und Arbeitsplätze

Auch wenn neue Tagebaue aufgeschlossen würden, wird die Zahl der Arbeitsplätze im Lausitzer Revier weiter sinken. Niemand kann die heute behaupteten Arbeitsplatzzahlen für die Laufzeit der geplanten Tagebaue verbindlich garantieren. Erneuerbare Energien schaffen bereits bundesweit deutlich mehr, in Brandenburg etwa genauso viele Arbeitsplätze wie die Braunkohle. Das Problem der Energiewirtschaft heißt nicht mehr Arbeitsplatz-, sondern Fachkräftemangel.

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Leben am Tagebaurand

Unter dem Aufschluss eines neuen Braunkohletagebaus leiden nicht nur die umzusiedelnden Gemeinden. Gerade für die Orte, die am Rande der Tagebaulöcher stehenbleiben, wird das Lebensumfeld der Menschen zerstört, und dies ohne Entschädigung.

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Termine

Udo Tiffert liest im Wald
29 Oktober 2017
15:00 -
03172 Taubendorf
Großdemonstration zum Klimagipfel
04 November 2017
Bonn
Busexkursion "Der Einstieg in den Ausstieg"
13 November 2017
09:00 - 16:00
Abfahrt in Cottbus
Busexkursion "Der Einstieg in den Ausstieg"
14 November 2017
09:00 - 16:00
Abfahrt in Cottbus
Sitzung des Brandenburgischen Braunkohlenausschusses
23 November 2017
09:00 - 14:00
Stadthaus Erich-Kästner-Platz 1, 03046 Cottbus
Busexkursion "Der Einstieg in den Ausstieg"
29 November 2017
09:00 - 16:00
Abfahrt in Cottbus
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